Wer? Wie? Was?

Hallo?!

Ist da jemand?

Es ist dunkel hier und ich suche was. Ich glaub, ich hab was verloren…

Wo bin ich? Was mach ich hier?

Wer bin ich?

Wer antwortet? Ist da jemand in meinem Kopf?

Ich muss an Dorie denken in Findet Nemo. Ich bin auch sehr vergesslich und so.

Doch jetzt, mitten in der Nacht versuch ich mich zu erinnern.

Ich hab in letzter Zeit zu weit weg von mir gelebt. Ich war verreist in die Welt der Pflichten und hab mich nicht mitgenommen.

Irgendwas vergisst man ja immer, oder?

Und was macht man, wenn etwas Wichtiges fehlt?

Man versucht es wiederzubekommen. Und stellt Fragen.

Was suchst du? Wie und wann hast du es verloren? Kannst du es noch fühlen? Warum fehlt es dir? Tut es dir gut?

Wenn du Antworten willst, suche Klarheit.

Was trübt die Wahrnehmung, vernebelt den Blick?

Mit etwas Geschick und Weitblick tappst du nicht in die Falle zurück.

Du brauchst dich. So wie du bist. So wie du sein sollst.

Ich brauche mich. Was hält mich zurück?

Wir können doch die anderen nicht denken hören. Es sind die hinderlichen Zweifel an uns selbst.

Vielleicht muss man herausfinden, was einen Schatten wirft. Wollen wir etwas Licht ins Dunkle werfen.

Was wir wohl entdecken werden, wenn die Taschenlampe angeht?

Macht neugierig, oder? Angst brauchen wir nicht.

Falls es noch zu dunkel ist, hilft es, sich vorsichtig voranzutasten. Der Körper schützt uns vor Hindernissen. Auch schleichend und achtsam kommt man langsam aber stetig weiter und es tut nicht so weh.

Vielleicht fühlen wir auch mal, wer sich da fortbewegt?

So eine Berührung kann erstaunlich guttun. Habs gerade ausprobiert.

Das gute an Tiefpunkten ist, dass es nicht tiefer geht. Das ist doch Trost oder?

Danke fürs Lesen.

Deine Lisa