Familiebe

Ich frage mich, ob es möglich ist, ohne psychischen Schaden aufzuwachsen.

Nein.

Das Leben, allen voran die Kindheit, bietet einfach zu viele Gelegenheiten. Wie Fettnäpfchen oder Pfützen. Die haben auch so eine magische Anziehungskraft, dass man fast nicht drum rum kommt.

Aber der Schaden ist nicht irreparabel!

Ich mein damit: Entspannung! Ganz kann man’s nicht vermeiden. Nicht mal als Helikopter- oder „Rasenmäher“-Eltern. Alle Probleme aus dem Weg mähen… Ein kleiner Schaden wird bleiben! 🤭😏

Wir haben ja alle einen. Also ganz ehrlich, einer ohne würde doch auffallen und hätte erstrecht Schwierigkeiten. Das will ja auch keiner… 😉

Besser wenn man der Wahrheit gleich ins Auge blickt

Schließlich wird der Nachwuchs normalerweise mit unglaublich viel lebensnotwendiger Liebe versorgt, die das Urvertrauen nährt und stärkt. Und das braucht man. Wiederum lebensnotwendig, um in seiner Familie aufzuwachsen. Die gibt’s ja auch noch. Und die prägt. Und wie. Für immer.

Und die Familie, jede mit ihren eigenen Ausfällen, Einfällen und Zwischenfällen, hilft und tröstet über so manche Widrigkeit hinweg. Dass Probleme auftauchen und Fehler passieren lässt sich nicht vermeiden. Ohne geht es nicht. Wäre ja auch langweilig und man hätte sich nichts zu erzählen… Sofern man lernfähig ist und nicht absichtlich verletzt, kein Problem.

Was ist denn Familie? Viel mehr als Vater. Mutter. Kind. Was du draus machst. Aber ohne Liebe – keine Familie, oder?

Familie & Liebe – FamiLiebe

Familiebe ist neu und auch nicht neu. Eine Verbindung fürs Leben. Meine neue Kategorie hier für familiäre Angelegenheiten und Erziehungsfragen und einfach für die Herausforderungen des Alltags… 🤭😅😂

Können wir versuchen, alle Mitglieder, egal wie schwierig, speziell, in welcher familiären Konstellation und zu welcher Gelegenheit, zu akzeptieren und ihre Art lieben oder zumindest schätzen lernen?

Für ein harmonisches und zufriedenes Leben jedenfalls nicht die schlechteste Idee, anzunehmen, was eh nicht zu ändern ist.

„Artgerechtigkeit“

In einem Hörbuch über „artgerechte Partnerhaltung“ hab ich vor Kurzem gehört, wie früheste Kindheitserfahrungen und die Position in der Geschwisterfolge die Persönlichkeit und den Verlauf des Lebens prägen. Die Fähigkeit, Beziehungen einzugehen und zu führen, egal in welchem Alter, wird maßgeblich dadurch beeinflusst.

Als ob man selbst etwas verändern könnte, wäre doch gelacht…?!

Alles Faktoren, die sich auf unser Verhalten auswirken und mitverantwortlich dafür sind, wie wir auf andere Menschen wirken. Da wir selbst durch die Kindheit geprägt wurden.

Ist es dann nicht von größter Bedeutung, sich dessen bewusst zu werden? Im Ganzen.

Macht fast ein bisschen Angst. Bietet, wem will, aber auch die bequeme Erkenntnis, den schwarzen Peter Anderen, nennen wir sie Eltern, zuzuschieben.

Endlich erkennt mal jemand, dass man nicht selbst für diese „Misere“ verantwortlich ist. Puh. Glück gehabt. Aber ist das nicht zu einfach?

Hach, wie gern der Mensch nen Schuldigen sucht… Raus aus der Opferrolle! Rein in die positive Welt!


Heilender Wortwald

Ich kann was mit Büchern anfangen und lese. Auch sogenannte Erziehungsratgeber.

Es gibt auch eins, das sich „Artgerecht – Das andere Kleinkinderbuch“ nennt, oder so ähnlich. Habs nicht gelesen. Klingt aber interessant. Hat es jemand von euch gelesen?

Die meinens doch alle gut, wollen nur Rat geben! Ist doch zu unserem Besten… 🙈😏

Aber man darf sie nicht immer beim Wort nehmen, man muss schon noch denken!

Die Bücher und Ansichten von Jesper Juul möchte ich bei der Gelegenheit generell noch empfehlen und unbedingt dieses hier zum besseren Verständnis der „Heranwachsenden“ mit den Besonderheiten der Denkmaschine während der „Ausbildung“:

Ich glaube ein Buch mit dem Titel „Gesunder Menschenverstand“ sollte es dringend geben, wenn es ums Zusammenleben geht. Denn den gibt’s nicht mehr von der Natur. Vielleicht als Zugabe im Bio-Laden??

Woher soll man denn mal ehrlich heutzutage noch wissen, was richtig ist?

Mal nachsehen…. Ah, gibt es – geht um Religion & Moral. Hmmm…?!


Resilienz als Selbstverteidigung – Geistige Widerstandskraft

So manches „innere Kind“ in unserer Erwachsenenwelt ist nicht gesund und hat echt einen an der Waffel. Gibt’s da was dagegen?

Ja. Die Denkmaschine braucht Widerstandskraft und Selbstvertrauen. Nicht auf Knopfdruck. Aber die Entscheidung dazu legt den Schalter um: Keine Angst mehr, nicht gut genug zu sein. Sich mit seinen Schwächen und Stärken akzeptieren, Herausforderungen nehmen und das Leben nicht aufgeben.

Lass den Gedanken los, Ansprüchen oder (Wert-)vorstellungen der Eltern (weiterhin) gerecht zu werden. Hol dir die Kontrolle über dein Leben zurück und nimm es selbst in die Hand!

Sei frei, wild, lieb und wundervoll.

(Manch einer ist so frech und wild wie Pippi, aber leider nicht so lieb.)


Lass dein inneres Kind rebellieren und werd erwachsen

Spätestens wenn man selbst Kinder hat, wird man feststellen, wie sehr so ein gesundes Verhältnis zu sich und seinen eigenen Eltern, hilft. Im Alltagskampf Kraft gibt, den Durchhaltemodus verlängert, Orientierung und Rückhalt bietet und Raum zum Wachsen.

Oder das Gegenteil passiert – wenn die eigenen Eltern die Anti-Heldenrolle besetzt haben – und man sich schwört, alles anders zu machen…

In jedem Fall und in beidem hilft ein starkes Rückgrat. Zum Vorbild kann man so oder so werden.

Erziehung ist Beispiel und Liebe. Sonst nichts.

Was nicht ratsam ist, ist, es „rechtmachen“ zu wollen. Das wollen die meistens noch nicht mal.

Das ist ja das: man denkt, dass es von einem erwartet wird und schon hat man ein astreines Missverständnis an der Backe, das unglücklich macht.

Man opfert sich auf. Für nichts!

Kommunizieren wär da ma ’ne Idee. Aussprechen, was man warum macht, Ansichten austauschen – und ganz plötzlich wird so Manches klar!

Das ist wie mit den Geschenken: Man ist enttäuscht, wenn man für das Richtige keine euphorischen Freudentänze als Dankeschön bekommt…

Enttäuschung vorprogrammiert. Dabei hat man sich doch soooo bemüht.


Die Notwendigkeit von seelischen Streicheleinheiten

Lach doch mal.

Die rosarote Brille sollte verschreibungspflichtig sein und eine Minute Lächeln im Gesicht keine Schmerzen verursachen. Nach erstmaliger Überwindung und Ausübung ist nämlich klar, dass die erzwungene Nach-oben-Bewegung der Mundwinkel ungeahnte Glücksgefühle auslöst und Boten dergleichen in die Welt schickt. Durch Studien und Selbstversuche bewiesen. Zusätzlich auch noch ansteckend.

Wer lacht, wirkt sympathischer und lebt länger.

Übung | Bei der nächsten Begegnung mit einem Mitmenschen: Lächeln nicht vergessen. Muss nichts Aufgesetztes sein. Ein kleines bisschen reicht schon!

Überraschend gut: Tut auf einmal nicht mehr so weh, das Leben!

(Selbst-)ironie hilft immer. Unterstützung, falls das schwer fällt – manch einer lacht einfach nicht gern – bietet Dr. Hirschhausen zum Beispiel in seinem Glücksbuch 🍀 – oder ein guter Therapeut.

Glück kommt selten allein...
Der charmante Rarztgeber der humorvollen Art

Nochmal Kind-sein

Was können Kinder am Besten? Spielen, lachen, ehrlich sein und Quatsch machen. Klingt nach Spaß? Unbedingt mitmachen! Wir können so viel von Kindern lernen.

Von Kindern, die leben wollen und dürfen wie sie sind und sich frei entfalten. Von logischen Konsequenzen ihres Verhaltens in der Gegenwart profitieren, vom und fürs Leben lernen und ihren Plan für die Zukunft entwerfen. Einfach so, nebenbei.

Und wisst ihr was? Wir dürfen das auch! Wir dürfen unsere Werte (vor-)leben und was uns wichtig ist, auch durchsetzen. Wir dürfen unserem Instinkt vertrauen und die eigenen Bedürfnisse berücksichtigen.

Wichtig: Für die Gesundheit und ein gesundes Familienleben. Aber nicht ohne Rücksicht auf Verluste.

Ich bin doch keine Maschine

Ich darf zu meinem Kind sagen, wenn ich mich gerade nicht gut fühle und nicht spielen möchte, weil ich Kopfschmerzen hab, schlechte Laune oder lieber Sport machen will. Ich bin doch keine Maschine.

Und mein Kind darf erfahren, dass so eine Mama auch noch andere Sachen im Sinn hat. Manchmal kommt dann sogar eine interessierte Frage oder ein (un)qualifizierter Beitrag. In jedem Fall, ein interessanter Einblick in die Gedankenwelt.

Die Liebe zum Elternteil macht einfühlsam und verständnisvoll, neugierig sowieso. Sie lernen Rücksicht zu nehmen. Kinder wollen kooperieren. Und wissen zu schätzen, wenn sie auf Augenhöhe und mit Respekt behandelt werden. Ein wechselseitiges Geben und Nehmen, das behutsam im Gleichgewicht gehalten werden will. In jedem Miteinander. Genauso liebevoll wie der Partner behandelt werden will, dürfen wir unseren Kindern begegnen.

Und umgekehrt dürfen wir erwarten, als mehr wahrgenommen zu werden. Mehr als Putzfrau, Hausfrau und Köchin. Von Allen dürfen wir das einfordern. Ist unser gutes Recht als Frau, unsere eigene Leistung wertzuschätzen und zu verteidigen. Und respektiert zu werden.

Bitte ohne schlechtes Gewissen!

Vorwürfe, Anschuldigungen, Drohungen, Erniedrigungen und Verbote sind Zeichen von Hilflosigkeit und haben – zumindest meiner Erfahrung nach – noch nie irgendwas besser gemacht, sondern schlimmer. Wenn sich jemand erniedrigt und verletzt fühlt, läuft was falsch und macht mehr kaputt, als kurzzeitiger Gehorsam bringen könnte.

Das sind Machtspielchen. Ziel verfehlt. (Blinder) Gehorsam ist was anderes als Disziplin. Wenn man sich nicht anders helfen kann? Traurig!

Disziplin ohne Drama

Schaut doch nur mal in die Tierwelt… Die erfolgreichsten Pferde- und Hundeflüsterer der Welt zum Beispiel erreichen „ihr Ziel“, ein aufmerksames und folgsames Tier, sicher nicht mit psychischer und physischer Gewalt.

Gesunder Menschenverstand

Instinktiv wissen wir mehr, als wir uns zutrauen. Ist es nicht so, dass wir es in uns fühlen, dass wir einfach nur Liebe brauchen und geben wollen.

Wir dürfen nur keine Angst haben. Es gibt nichts zu verlieren.

Wir ernten, was wir säen.


Dankeschön fürs Lesen.

💕 Ich hoffe, es hat dir Freude bereitet und meine Gedanken regen zum Nachdenken an…

✌️ Ich freue mich über Kommentare.

Deine Lisa


Dieser Artikel enthält unbezahlte Werbung. Werbung für ein glückliches Leben und einige Bücher.

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